Da der weltweite Vorstoß zur Reduzierung von Plastikmüll zunimmt, durchläuft die Gastronomiebranche einen erheblichen Materialwandel. Eine der effektivsten Innovationen in diesem Bereich ist die Bambus-Pappbecher , insbesondere solche, die mit Kunststoffauskleidungen mit geringem Grammgewicht hergestellt wurden.
Durch die Kombination der schnellen Erneuerbarkeit von Bambus mit fortschrittlichen Beschichtungstechnologien bieten diese Becher eine leistungsstarke und umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Papierprodukten auf Holzbasis.
Bambus ist technisch gesehen ein Gras und kein Baum, was ihm als Rohstoff für Papier mehrere Vorteile für die Umwelt verschafft:
Schnelles Wachstum: Bambus kann in 3–5 Jahren geerntet werden, während herkömmliche Weichholzbäume 20–30 Jahre benötigen.
Kohlenstoffbindung: Er gibt 35 % mehr Sauerstoff ab und absorbiert mehr CO2 als ein gleichwertiger Baumbestand.
Kein Umpflanzen erforderlich: Da es aus einem komplexen Wurzelsystem (Rhizomen) wächst, regeneriert es sich nach der Ernte auf natürliche Weise, ohne den Boden zu stören.
Die resultierende Bambusfaser ist von Natur aus stark und flexibel und bietet eine hervorragende strukturelle Integrität für Heiß- und Kaltgetränkebehälter.
Um jeden Pappbecher wasserdicht zu machen, wird die Innenseite mit einer dünnen Kunststoffschicht (normalerweise PE oder PLA) „laminiert“ oder „beschichtet“. Traditionell waren diese Beschichtungen dick, um ein Auslaufen zu verhindern. Allerdings konzentriert sich die moderne Fertigung mittlerweile auf grammarme Kunststoffauskleidungen.
Technisch gesehen bedeutet dies die Reduzierung des Gewichts der Kunststoffschicht (gemessen in Gramm pro Quadratmeter, kurz GSM). Während ein Standardbecher möglicherweise eine Beschichtung mit 15–18 g/m² aufweist, wird diese bei fortschrittlichen Bechern mit geringem Grammgewicht auf 8–12 g/m² reduziert.
1. Geringerer Kunststoffgehalt: Durch die Verdünnung der Auskleidung wird das Gesamtverhältnis von Kunststoff zu Fasern erheblich reduziert, wodurch der Becher „mehr Papier“ und „weniger Kunststoff“ erhält.
2. Einfacheres Wiederaufbereiten: In spezialisierten Recyclinganlagen lässt sich eine dünnere Kunststoffschicht viel einfacher von den Bambusfasern trennen, was die Effizienz des Recyclingprozesses erhöht.
3. Ressourceneffizienz: Die Verwendung von weniger Rohpolymer reduziert den CO2-Fußabdruck, der mit der Gewinnung und Raffinierung des Kunststoffs selbst verbunden ist.
4. Leckagebeständigkeit: Obwohl sie dünner sind, behalten Beschichtungen mit hoher Dichte und geringem Grammgewicht die gleichen Barriereeigenschaften bei und stellen sicher, dass die Tasse auch bei kochendem Kaffee nicht durchnässt wird.
| Funktion | Bambus-Pappbecher (Low-Gram) | Traditioneller Pappbecher aus Holz |
| Rohstoff | Schnell nachwachsende Bambusfaser | Zellstoff aus Frischholz (Risiko der Abholzung) |
| Verwendung von Plastik | 8–12 GSM (optimiert) | 15–18 GSM (Standard) |
| Haltbarkeit | Hoch (Bambusfasern sind von Natur aus robust) | Standard |
| Biologische Abbaubarkeit | Höheres Faser-zu-Kunststoff-Verhältnis | Geringeres Faser-zu-Kunststoff-Verhältnis |
| Ästhetik | Natürliche cremefarbene/braune Farbe | Oft weiß gebleicht |
Für Coffeeshops und Gastronomiebetriebe ist die Umstellung auf Bambusbecher mit geringem Grammgewicht nicht nur eine „grüne“ PR-Maßnahme, sondern ein praktisches Upgrade.
Wärmedämmung: Bambusfasern haben von Natur aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit, sodass der Becher angenehm in der Hand liegt und das Getränk gleichzeitig heiß bleibt.
Neutraler Geschmack: Im Gegensatz zu einigen recycelten Holzpapieren ist Bambusfaser geruchlos und beeinträchtigt das Geschmacksprofil von Kaffee- oder Teespezialitäten nicht.
Compliance: Da Regierungen weltweit strengere „Single-Use-Plastik“-Vorschriften (SUP) einführen, ist die Reduzierung des Plastikgewichts ein proaktiver Schritt zur vollständigen Einhaltung der Vorschriften und zur Zukunftssicherheit einer Marke.
Während Kunststoffauskleidungen mit geringem Grammgewicht einen gewaltigen Fortschritt darstellen, geht die Branche bereits in Richtung wässriger (wasserbasierter) Beschichtungen. Diese beseitigen den Kunststofffilm vollständig, indem sie eine Dispersion auf Wasserbasis verwenden, die in die Fasern eindringt und eine Barriere bildet. Dadurch ist der Becher vollständig kompostierbar und in Standardpapierströmen recycelbar.